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June 23, 2014

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The Kaiser

June 12, 2014

Following yesterday's visit to the church of Charlemagne, I still feel that I should write something about the meaning of the title 'Kaiser'. I am probably right in my observation that British people tend to think of William II when the word Kaiser is mentioned, whereas Germans are more likely to associate medieval rulers. I may be wrong in this, but the concepts of the medieval and the modern Kaiser are quite different.

A short lesson in history, if this is not too pompous: The West Roman empire came to an end in 476 when Odoacer, a German general in the Roman army, deposed emperor Romulus Augustus. Henceforth there was only one Roman emperor, the East Roman ruler in Byzantium. Justinian tried to reunite the now divided Roman empire, but failed. By the late 8th century the East Roman empire was weakened and no longer able to protect the Pope. Furthermore, and quite unacceptable in the West, East Rome was governed by a woman, empress Eirene. Charlemagne helped the Pope to be reinstated and in return the Pope crowned Charlemagne as Caesar - 'Kaiser'. This meant that now the official title as ruler of the Romans was passed on to Charlemagne and away from the East Roman Kaiser. This was an honour, but predominantly it was a task. The Kaiser was meant to be the protector of the 'Roman' church. This position as the ruler of the Roman empire and successor to the ancient Caesars distinguished him from other European rulers. The Kaiser justified a claim to universal respect. However, there was no real political power associated. Whereas in England and in France kings worked on establishing a central power, based on a hereditary entitlement, the emperor was elected by noblemen. Throughout the Middle Ages, there has hardly ever been a strong central emperial power. Being Kaiser justified a claim to authority but without real practical power. The authority was based on protecting Christianity and was a spiritual position. This is also demonstrated in the architecture of the original emperial chapel in Aachen. It has the shape of an octagon and the architecture follows biblical number symbolism. Charlemagne started a process of cultural education and legislation, that was based on implementing a Christian order - however questionable this seems to be from today's perspective. 

 

The 'modern' Kaiser lost this reference to the spiritual and Christian world. It was now nationhood that was the central motivating force. After the unification of Germany in 1871 the image of the Kaiser as the highest authority was resurrected, but this time in its military aspect with reference to Roman military prowess. In Jungian terms, the ego, the political power, had lost the link to the Self.

 

Im Anschluss an meinen gestrigen Besuch in der Kirche Karls des Großen fühle ich mich nun doch verpflichtet, noch etwas über die Bedeutung des Titels 'Kaiser' zu schreiben. Ich vermute dass ich mit der Beobachtung recht habe, dass Briten, wenn sie das Wort 'Kaiser' hören, eher an Wilhelm II denken, während bei Deutschen wahrscheinlich das Bild eines mittelalterlichen Kaisers hochkommt. Ich könnte damit falsch liegen, aber die Auffassungen zwischen einem mittelalterlichen und einem modernen Kaiser sind ganz verschieden. 

 

Eine kurze Geschichtslektion, wenn dies nicht zu anmaßend ist. Das weströmische Reich kam 476 zu Ende, als Odoaker, ein germanischer General im römischen Heer, Kaiser Romulus Augustus absetzte. Von da an gab es nur noch einen römischen Kaiser, den oströmischen Regenten in Byzanz. Justinian versuchte nocheinmal, das geteilte römische Reich zu vereinen, aber er blieb erfolglos. Am Ende des 8. Jahrhunderts war das oströmische Reich geschwächt und nicht mehr in der Lage, den Papst zu beschützen. Zudem, und dies war im Westen ganz unakzeptable, regierte mit Kaiserin Eirene eine Frau. Karl der Große verhalf dem Papst, sein Amt nach einer Revolte zurückzubekommen, und als Gegengabe krönte ihn der Papst zum Caesar - Kaiser. Dies bedeutete, dass nun der offizielle Titel als Herrscher über die Römer auf Karl den Großen überging, und weg von Ostrom. Dies war eine Ehre, aber vornehmlich eine Aufgabe. Der Kaiser wurde als Schutzherr über die 'römische' Kirche angesehen. Diese Position als der Herr über das römische Reich und Nachfolger der antiken Kaiser unterschied ihn von anderen Europäischen Regenten. Der Kaiser machte eine Forderung auf universelle Anerkennung geltend aber es war keine wirkliche politische Macht damit verbunden. Während in England und Frankreich die Könige am Ausbau einer zentralen vererbbaren Macht arbeiteten, wurde der deutsche König von einer Gruppe von Adligen gewält. Während des ganzen Mittelalters gab es kaum eine zentrale Macht in Deutschland. Kaisertum berechtigte zu erhöhter Autorität, aber ohne wirkliche Macht. Die Autorität gründete sich auf der Aufgabe, das Christentum zu schützen und es war eine spirituelle Position. Dies kann man auch an der Architektur der Kaiserkapelle ablesen. Sie hat die Form eines Oktagons und die Architektur folgt bilblischem Zahlensymbolismus. Karl der Große begann ein Programm kultureller Erziehung und Gesetzgebung, das darauf abzielte, eine christliche Weltordnung zu etablieren - wie fragwürdig dies auch aus heutiger Sicht erscheinen mag. 

 

Die 'modernen' Kaiser hatten nicht länger diese Anbindung an die spirituelle und christliche Welt. Jetzt war es der Nationalstaat als die treibende und motivierende Kraft. Nach der Einigung Deutschlands 1871 wurde das Bild des Kaisers als der höchsten Authorität wiederbelebt, aber dieses Mal in ihrer militärischen Ausrichtung mit Verweis auf die römische militärische Stärke. In Jungianischer Sprache könnte man sagen, dass das Ich, also die politische Macht, seinen Bezug zum Selbst verloren hatte. 

 

 

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